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Aktuelle Regeln für Gottesdienste in der Erzdiözese Wien
Rahmenordnung der Bischofskonferenz ab 22. November!
Das Tragen einer FFP2-Maske ist während des gesamten Gottesdienstes verpflichtend.

Auch in dunklen Tagen …

November 2021

Der November ist eine dunkle Zeit. Die Tage werden immer kürzer. Die letzten bunten Herbstblätter fallen von den Bäumen und die Adventlichter lassen noch auf sich warten. Viele Menschen haben schon dunkle Zeiten erlebt oder sind gerade mittendrin. Aber auch in schwierigen Zeiten gibt es Lichter der Hoffnung.

Der November beginnt in der Kirche mit zwei Feiertagen. Zu Allerheiligen feiern wir Menschen, deren Beispiel uns Hoffnung geben kann. Es macht Mut, wie sie mit schwierigen Situationen gut umgegangen sind, für andere da waren und im Vertrauen auf Gott gelebt haben.

Gleich darauf ist Allerseelen, der Tag, an dem wir traditionell die Gräber unserer lieben Verstorbenen besuchen. Es ist eine Gelegenheit dankbar daran zu denken, was sie an Licht und an Schönem in unser Leben gebracht haben.Gleichzeitig gibt es Menschen, die gerade jetzt Trost brauchen. Vielleicht leben in Ihrer Umgebung trauernde oder leidende Menschen, die Sie begleiten können und für die Sie ein Licht sein können. Oder Sie sind gerade selbst mitten in einer schwierigen Situation.

Was mir als Christin besonders Hoffnung gibt, ist der Glaube, dass Gott gerade in schweren Zeiten bei uns ist und niemanden allein lässt. Bald feiern wir zu Weihnachten, dass Gott Mensch wird. Jesus wird geboren – in einem dunklen Stall. Er kommt mitten hinein in die schwierigen Situationen der Welt. Der Evangelist Johannes beschreibt seine Geburt mit poetischen Worten: „Das Licht strahlt in der Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht erfasst.“ (Joh 1,5) Das gibt mir Hoffnung: Du bist nicht allein.

Vor ein paar Wochen habe ich in der Gemeinde St. Edith in der Seestadt Brigitte kennengelernt. Ihre Geschichte hat mich beeindruckt. Sie ist vor fünf Jahren erblindet und musste sich einer ganz neuen Lebenssituation stellen. Hier erzählt sie, was ihr in dieser schweren Zeit Kraft gegeben hat. Heute gestaltet Brigitte mit ihren Ideen und Begabungen das Gemeindeleben in der Seestadt mit. Sie ist eine von vielen Engagierten, die sich in den drei Teilgemeinden der Pfarre Aspern einbringen und auf diese Weise ihr Licht leuchten lassen. So wird Gemeinschaft erlebbar. Freude und Hoffnung, Trauer und Sorgen können geteilt werden und Gott anvertraut werden. Ich lade Sie herzlich ein, in unseren Gemeinden vorbeizukommen und wünsche Ihnen von Herzen einen schönen November mit vielen Lichtblicken und ermutigenden Begegnungen.

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